Durch Bewegung im Raum setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem eigenen Medienverhalten auseinander. Sie erkennen, dass Feeds unterschiedlich erlebt werden und hinterfragen, ob ihr eigener Feed ein vollständiges Bild zeigt. Danach beurteilen sie die daraus resultierenden gesellschaftlichen Folgen. Empfohlen für ältere Lernende, die bereits über eigene Erfahrungen bei der Nutzung von Social Media verfügen.
⏱️ Gesamtdauer: ca. 15 Minuten
Phase 1: Positionieren (5 Minuten)
Die Lehrkraft liest nacheinander die Aussagen vor.
Nach jeder Aussage positionieren sich die Schülerinnen und Schüler auf der Positionslinie im Raum.
Beispiel-Aussagen:
„Mein Feed zeigt mir alles, was wichtig ist.“
„Ich entdecke oft neue Themen.“
„Ich sehe meistens ähnliche Inhalte.“
„Mein Feed passt gut zu mir.“
„Ich verpasse wahrscheinlich auch etwas.“
„Ich denke manchmal: Alle sehen das so wie ich.“
💡 Tipp
Bei großen Klassen kann es sinnvoll sein, die Positionsline auf dem Gang statt im Klassenzimmer durchzuführen
Phase 2: Auswertung (3 Minuten)
Nach einzelnen Aussagen (nicht allen!) werden gezielt Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Positionen auf der Linie befragt:
Phase 3: Austausch und Diskussion (7 Minuten)
Ziel: Vom individuellen Feed („Meine Welt“) zu den Folgen für die Gemeinschaft überleiten.
1. Fazit der Positionslinie (1–2 Min.)
2. Blitzlicht-Diskussion zu gesellschaftlichen Folgen (4–5 Min.)
Stellen Sie kurz zwei dieser Fragen in den Raum:
Spaltung: „Wenn jeder nur noch sieht, was ihn interessiert – worüber unterhalten wir uns dann noch als Gesellschaft?“
Unverständnis: „Was passiert mit unserer Toleranz, wenn mein Feed mir das Gefühl gibt, dass sowieso alle meine Meinung teilen?“
Demokratie: „Warum wird es in einer Demokratie schwerer, Kompromisse zu finden, wenn Algorithmen uns in Filterblasen stecken?“