Impuls 1
Dieser Einstieg macht durch Bewegung sichtbar, dass persönliche Interessen sehr unterschiedlich sind und dies auch Einfluss auf Social-Media-Apps haben kann.
Im Kapitel zu Algorithmen in Social Media setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Grundlagen algorithmischer Systeme auseinander und verstehen, wie Plattformen Nutzerdaten erfassen und auswerten, um Inhalte zu sortieren, auszuwählen und zu empfehlen. Zudem reflektieren sie kritisch die dahinterliegenden Plattforminteressen und erkennen, dass ihr Feed kein Zufallsprodukt ist, sondern personalisiert gesteuert wird.
Wie funktionieren Algorithmen in Social Media? Technische Basics, Erfassung von Nutzerverhalten, Arten von Empfehlungsalgorithmen, etc.
Warum funktionieren Algorithmen so? Aufdecken der Plattforminteressen, Werbung/Monetarisierung
Die Schülerinnen und Schüler…
erklären, was ein Algorithmus ist und beschreiben seine grundlegende Funktionsweise in Social Media
benennen Beispiele aus ihrem Alltag (z. B. Social Media, Streaming, Online-Shops), in denen Algorithmen Inhalte auswählen, sortieren oder empfehlen.
analysieren an Beispielen, wie ihr eigenes Online-Verhalten die angezeigten Inhalte beeinflusst.
reflektieren kritisch, dass Algorithmen nicht neutral sind, sondern wirtschaftlichen und aufmerksamkeitserzeugenden Interessen folgen.
Die Thematik des Kapitels bietet mögliche Anknüpfungspunkte insbesondere in den Fächern Informatik und Informationstechnologie. Hier lassen sich Bezüge zu algorithmischen Grundstrukturen und modellierten Abläufen herstellen.
⏱️ Planen Sie für die Bearbeitung des gesamten Kapitels ca. 45-90 Min. (je nach gewählter Plenum-Variante) ein. Die reine Bearbeitungsdauer der Weblektion beansprucht ca. 20 Minuten.
Plenums-Variante 2 ist besonders zu empfehlen, wenn Sie unmittelbar im Anschluss auch das Kapitel 2 dieses Moduls durchführen möchten.
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, stellen Sie sicher, dass die mobilen Endgeräte der Schülerinnen und Schüler mit dem WLAN der Schule verbunden sind und über eine funktionierende Scan-Funktion für den QR-Code auf dem Arbeitsblatt verfügen.
Wenn Sie Leihgeräte verwenden, verteilen Sie diese erst, nachdem Sie die Arbeitsblätter mit den QR-Codes ausgeteilt und den Einstieg beendet haben. Da die digitale Erarbeitungsphase am Tablet ein individuelles Arbeitstempo ermöglicht, verweisen Sie schnellere Lernende konsequent auf den Abschnitt „Für Schnelle & Neugierige“ am Ende der Weblektion. So überbrücken Sie Geschwindigkeitsunterschiede und ermöglichen einen gemeinsamen, fokussierten Start in die anschließende Plenumsphase.
Wählen Sie einen der folgenden Impulse für den Einstieg in das Kapitel aus.
Dieser Einstieg macht durch Bewegung sichtbar, dass persönliche Interessen sehr unterschiedlich sind und dies auch Einfluss auf Social-Media-Apps haben kann.
Dieser Einstieg macht durch Bewegung sichtbar, dass persönliche Interessen sehr unterschiedlich sind und dies auch Einfluss auf Social-Media-Apps haben kann.
⏱️Gesamtdauer: 5 Minuten
Lesen Sie die folgende Themen nacheinander laut vor und bitten Sie die Lernenden aufzustehen, wenn sie ein Thema interessiert.
Außerdem sollen die Lernenden zusätzlich die Hand heben, falls ihnen dieses Thema auch schon auf Social Media angezeigt wurde.
Lehrkraft: “Ich zeige euch jetzt verschiedene Themen. Steht auf, wenn euch das Thema interessiert. Hebt zusätzlich die Hand, wenn euch dieses Thema auch auf Social Media angezeigt wird!”
⏱️Gesamtdauer: 5 Minuten
Über die Pfeiltasten am oberen rechten Bildrand können Sie den Slider im Vollbildmodus anzeigen.
Würdigen Sie die unterschiedlichen Interessen der Schülerinnen und Schüler und leiten Sie zur Weblektion über mit dem Hinweis: “Wie ihr seht, sind die persönlichen Interessen sehr unterschiedlich. Was euch interessiert, sehen einige von euch auch in ihren Social-Media-Apps. Warum das so ist, erfahrt ihr in der heutigen Weblektion“.
Teilen Sie anschließend das Arbeitsblatt aus und/oder blenden Sie den QR-Code zur Weblektion ein.
Hier erleben die Schülerinnen und Schüler selbst eine Sortierung eines Feeds und stellen Vermutungen über dahinterliegende Regeln an.
Hier erleben die Schülerinnen und Schüler selbst eine Sortierung eines Feeds und stellen Vermutungen über dahinterliegende Regeln an. Lassen Sie den Schülerinnen und Schüler selbst eine mögliche Sortierung eines Social-Media-Feeds durchführen und stellen sie gemeinsam in der Klasse Vermutungen über dahinterliegende Regeln an.
⏱️Gesamtdauer: 15 Minuten
Drucken Sie die vorbereiteten Social-Media-Posts in der folgenden PDF-Datei (Seite 2-5) farbig aus.
Schneiden Sie die Posts zu DIN-A5-Karten zu.
💡Tipp: Laminieren Sie die Posts, wenn Sie diese in mehreren Klassen verwenden möchten.
6-8 freiwillige Schülerinnen und Schülern ziehen je einen der Posts aus dem Stapel.
Die Lernenden stellen sich so in einer Reihenfolge auf, wie die Posts vermutlich in einem „typischen Social-Media-Feed” auftauchen könnten.
Diskutieren Sie mit den Schülerinnen und Schülern kurz, weshalb sie so stehen.
Nun geben die Schülerinnen und Schülern ihre Karten an eine neue Gruppe weiter. Diese durchlaufen die gleiche Aufgabe nochmals. Ziel: Ergebnis unterscheidet sich zur Gruppe 1
Diskutieren Sie nun mit der ganzen Klasse, weshalb eine ganz andere (bzw. dieselbe) Reihenfolge entstanden ist.
Zieht jeweils einen Post aus dem Stapel
Jeder mit einem Post geht nun nach vorne.
Stellt euch der Reihe nach so auf, wie die Posts in einem “typischen Social-Media-Feed” auftauchen würden.
🗣️ Diskutiert anschließend, weshalb ihr diese Reihenfolge gewählt habt.
Klicken Sie auf das Vorschaubild, um es als Vollbild anzuzeigen.
Stellen Sie mit den Schülerinnen und Schülern abschließend fest: “Es muss also Regeln geben, nach denen Inhalte in Social Media sortiert werden. Wie diese aussehen, schaut ihr euch in der Weblektion gleich genauer an.”
Teilen Sie anschließend das Arbeitsblatt aus und/oder blenden Sie den QR-Code zur Weblektion ein.
Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihre mobilen Endgeräte, um die neuen Inhalte des Kapitels zu bearbeiten.
Um Ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich begleiten zu können, empfiehlt es sich, die Weblektion im Vorfeld selbst zu absolvieren und sich mit allen Aufgaben vertraut zu machen.
Zur WeblektionÜber den QR-Code auf dem Arbeitsblatt, das Sie hier herunterladen können, gelangen Ihre Schülerinnen und Schüler zur Weblektion und setzen sich individuell mit dem Thema “Algorithmen in Social Media” auseinander.
Klicken Sie auf das Vorschaubild, um es als Vollbild anzuzeigen.
Wählen Sie eine der folgenden Varianten für die Vertiefung der Inhalte der Weblektion im Klassenzimmer aus.
Kurze Wiederholungsphase mithilfe von Handzeichen durch die Lernenden. Als Lehrkraft lesen Sie vorbereitete Aussagen vor. Anschließend findet eine kurze Abschlussdiskussion statt.
Kurze Wiederholungsphase mithilfe von Handzeichen durch die Lernenden. Als Lehrkraft lesen Sie vorbereitete Aussagen vor. Anschließend findet eine kurze Abschlussdiskussion statt.
⏱️Gesamtdauer: 10 Minuten
Lesen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern ein Auswahl der untenstehenden Aussagen vor und prüfen damit ab, ob die Inhalte der Weblektion erfasst wurden.
Die Lernenden reagieren mit einem der drei Handzeichen:
👍 = stimmt
👎 = stimmt nicht
🤷♂️ = unsicher
„Alle sehen denselben Feed.“
„Likes beeinflussen, was ich sehe.“
„Der Feed ist zufällig.“
„Je länger ich etwas anschaue, desto mehr davon bekomme ich.“
„Der Algorithmus merkt sich, worauf ich klicke oder tippe.“
„Beiträge von meinen Freunden werden immer zuerst gezeigt.“
„Wenn ich etwas like oder teile, bekommen andere Benutzer diese Sachen auch eher zu sehen.“
„Wenn ich einem Thema oft aus dem Weg gehe, wird mir davon irgendwann weniger angezeigt.“
Lehrkraft: “Habt ihr euch alles Wichtige gemerket? Beantwortet die folgenden Fragen jeweils mit einem Handzeichen!”
Klicken Sie auf das Vorschaubild, um es im Vollbildmodus anzuzeigen.
„Was würdet ihr ab jetzt anders machen, wenn ihr durch euren Feed scrollt?“
Diese Variante bietet eine optimalen Übergang zum zweiten Kapitel „Filterblasen und Echokammern” und empfiehlt sich, wenn beide Kapitel unmittelbar hintereinander durchgeführt werden.
Diese Variante bietet eine optimalen Übergang zum zweiten Kapitel „Filterblasen und Echokammern” und empfiehlt sich, wenn beide Kapitel unmittelbar hintereinander durchgeführt werden. In diesen Fall ersetzt diese Plenumsphase den Einstieg in nächste Kapitel.
⏱️Gesamtdauer: 25 Minuten
Die Lernenden beurteilen die Folgen eines zu perfekt auf sie abgestimmten Feeds. Die Überlegungen können von den Schülerinnen und Schülern unmittelbar in der Weblektion des Kapitels 2 “Filterblasen und Echokammern” überprüft werden.
Lehrkraft liest vor:
“Stell dir vor: Dein Feed zeigt dir ab heute nur noch Inhalte, die perfekt zu deinen Interessen passen. Alles andere verschwindet nach und nach.”
Frage an die Klasse:
Was wäre daran gut?
Was könnte daran problematisch sein?
(Kurz sammeln – noch nicht diskutieren)
Schülerinnen und Schüler arbeiten in Kleingruppen oder Partnerarbeit.
Jede Gruppe bekommt eine Perspektive:
„Das ist praktisch“
„Das ist gefährlich“
„Das ist beides“
Arbeitsauftrag:
“Überlegt euch 3 Argumente aus eurer Perspektive.”
Gruppen präsentieren kurz ihre Sicht.
Lehrkraft moderiert gezielt:
Impulse:
Fehlt mir etwas, wenn ich nur meine Interessen sehe?
Kann das meine Meinung beeinflussen?
Ist das fair für alle?
Gemeinsame Abschlussfrage: “Was ist die wichtigste Erkenntnis über deinen Feed?”
Die Antworten können mündlich oder schriftlich gesammelt werden.
Mögliche Schülerantworten:
„Ich sehe nicht alles.“
„Der Feed ist nicht neutral.“
„Ich bekomme das, was zu mir passt.“
Lehrkraft: “Stell dir vor: Dein Feed zeigt dir ab heute nur noch Inhalte, die perfekt zu deinen Interessen passen. Alles andere verschwindet nach und nach.”
Blenden Sie anschließend den Arbeitsauftrag ein.
Klicken Sie auf das Vorschaubild, um es im Vollbildmodus anzuzeigen.
Lehrkraft: “Wie ein zu einseitiger Feed entsteht und welche Folgen dies für euch persönlich auch für die ganze Gesellschaft haben kann, findet Ihr in der nächsten Weblektion heraus.”
Teilen Sie das Arbeitsblatt zur Weblektion des Kapitels “Filterblasen und Echokammern” aus und/oder blenden Sie den QR-Code zur Weblektion ein.
Mit der App „The Feed” erleben die Lernenden selbst, wie Algorithmen ihren Feed beeinflussen. Durch eigenes Ausprobieren erkennen sie, wie Klicks, Likes und Entscheidungen die angezeigten Inhalte verändern und welche Folgen das haben kann.
Im Serious Game „The Feed” erleben die Lernenden selbst, wie Algorithmen ihren Feed beeinflussen. Durch eigenes Ausprobieren erkennen sie, wie Klicks, Likes und Entscheidungen die angezeigten Inhalte verändern und welche Folgen das haben kann.
⏱️Gesamtdauer: min. 30 Minuten
Stellen Sie sicher, dass auf den schülereigenen Geräten bzw. auf den Leihgeräten der Schule die App “The Feed” installiert ist.
Die App kann kostenlos auf allen Geräten mit den Betriebssystemen Android, iOS und iPadOS installiert werden. Beachten Sie dazu die Hinweise unter dem folgenden Link:
Die Lernenden spielen die bereits im Voraus installierte App „The Feed“ selbstständig (alleine oder bei geteilten Geräten zu zweit).
Geben Sie den Lernenden folgenden Auftrag:
Wähle den User @elif.elfie aus. Lies die Anweisungen der App genau.
Beobachte, wie sich Elifs Feed verändert.
Überlege: Was hast du dafür getan?
Die Lernenden halten während des Spielens stichpunktartig fest:
Welche Inhalte wurden mehr?
Welche Inhalte wurden weniger?
Gab es Überraschungen?
Sammeln Sie die festgehaltenen Stichpunkte in einem Unterrichtsgespräch ein und diskutieren Sie diese.
💡 Tipp: Nutzen Sie zur Sammlung der Ergebnisse optional ein digitales Tool.
„Was hat euren Feed am stärksten beeinflusst?“
„Hattet ihr am Ende alle denselben Feed?“
„Warum nicht?“
Kleine Entscheidungen haben große Auswirkungen
Inhalte werden gezielt verstärkt
Werbung spielt einen entscheidende Rolle
Lehrkraft: “Öffnet die App “The Feed” und befolgt den folgenden Arbeitsauftrag!”
Klicken Sie auf das Vorschaubild, um es im Vollbildmodus anzuzeigen.
Die Schülerinnen und Schüler vertiefen die bereits gelernten Inhalte anhand weiterer User, z. B. @mila.official oder @real_leo.
Hier finden Sie Links zur inhaltlichen Vertiefung der Themen aus dem Kapitel sowie zu passenden Fortbildungsangeboten, die Sie auch bei der Vorbereitung unterstützen können.
Umfangreiche Hintergrundinformationen finden Sie im Selbstlernkurs “Was Algorithmen und KI in Social Media machen” der ALP.
InstaClone ist eine Webumgebung, die die Funktionalitäten und das Aussehen von Instagram imitiert, und dabei zeigt, was im Hintergrund sozialer Medien passiert. Integrierte Dashboards und analytische Funktionen bieten einen Blick hinter die Kulissen von Social Media, und zeigen, welche und wie Daten erfasst und verarbeitet werden.
Nutzen Sie die Plattform, um das Thema mit Ihren Schülerinnen und Schülern zu vertiefen.
Laden Sie sich hier alle Materialen dieses Kapitels herunter.
Das Paket umfasst die Präsentation, alle Arbeitsblätter und alle H5P-Dateien.
Hinweis: Wenn Sie die Materialien anpassen oder ergänzen, ist dies kenntlich zu machen.
Verwenden Sie dazu folgende Formulierung: „CC-BY-SA ISB (München) - angepasst durch [Vorname] [Nachname]”
Helfen Sie uns, mit Ihrer Rückmeldung den Social-Media-Kompass 5-8 zu verbessern!
Wir freuen uns auf Ihre Anmerkungen zum Material sowie Ihre Erfahrungen bei der Durchführung im Unterricht.