Ein Herrscherbild analysieren – Erstellung einer Concept Map im Geschichtsunterricht
Ganz gleich, um welche Epoche der Geschichte es sich handelt, in jeder finden sich diverse Darstellungen von Herrschern. Im Geschichtsunterricht sollen Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Bedeutung diese Herrscherbilder hatten und lernen, sich ein Urteil darüber zu bilden. Dieser Beitrag zeigt, wie Lernende die Analyse eines Herrscherbildes zur Zeit des Absolutismus mit Hilfe einer Concept Map durchführen und ein Fazit dazu ziehen können.
Informationen zur Unterrichtseinheit
Die vorliegende Unterrichtseinheit zielt darauf ab, dass die Lernenden eine Analyse eines Herrscherbildes mithilfe einer Concept Map erstellen können. Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler Zugriff auf ein entsprechendes digitales Tool zur Erstellung einer solchen.
Aufgrund von Informationen, die zuvor erarbeitet wurden, sind die Lernenden schließlich in der Lage, das Bild richtig zu beschreiben und zu bewerten. In einer abschließenden Präsentations- und Diskussionsrunde sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Erkenntnisse austauschen und gegebenenfalls ergänzen.
Dieses Unterrichtsbeispiel ist für die Inhalte des Lehrplans Geschichte der Realschule (G7 Lernbereich 5: Das frühneuzeitliche Europa zwischen konfessioneller Auseinandersetzung und absolutistischem Herrschaftsanspruch) konzipiert, eignet sich jedoch für alle Jahrgangsstufen im Fach Geschichte. Denn die Methodenkompetenz, Bildquellen zu analysieren und zu interpretieren, soll in allen Jahrgangsstufen erworben und vertieft werden.
Unterrichtsverlauf
Anleiten: Heranführung an das Thema „Absolutismus“
Erstmals werden die Lernenden an die Thematik einer absolutistischen Herrschaftsform herangeführt. Dabei sollen sie die grundlegenden Merkmale des Absolutismus erarbeiten sowie das Land und den ansässigen Herrscher, in diesem Fall Frankreich unter Ludwig XIV., kennen.
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Begleiten: Formulierung des Arbeitsauftrages
a) Analyse eines Herrscherbildes
Nachdem allen Schülern die Elemente des Absolutismus bekannt sind, wird ihnen das Herrscherbild präsentiert. Sie erhalten nun die Aufgabe, sich vertieft mit dem Bild auseinanderzusetzen. Dazu werden ihnen Leitfragen an die Hand gegeben.
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a) Concept Map mithilfe eines Tools erstellen
Nun erstellen die Schülerinnen und Schüler eine Concept Map mit einem vorgegebenen Tool. Hinweis: Bei schwächeren Schülergruppen empfiehlt es sich, eventuell eine passende (Teil)Struktur der Concept Map bereits vorzugeben.
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Bewerten: Gegenseitige Rückmeldung zur digitalen Aufgabe in Partnerarbeit und im Plenum
Die Schülerinnen und Schüler besprechen ihre Ergebnisse mit einem Lernpartner und arbeiten im Anschluss die Rückmeldung in ihre jeweilige Concept Map ein. Abhängig von den technischen Voraussetzungen kann die Lehrkraft auf die Maps der Lernenden digital zugreifen oder sich parallel zur Partnerarbeit im Klassenzimmer einen Eindruck davon verschaffen und somit bei Bedarf ebenfalls noch Feedback geben. Anschließend werden (eventuell durch Vorauswahl der Lehrkraft) ausgewählte Ergebnisse im Plenum vorgestellt, diskutiert und eine sehr gelungene Arbeit gemeinsam ausgewählt.
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(Optional) Weiterführender Arbeitsauftrag
Eine weiterreichende Verwendung der Concept Map wäre sehr gut möglich. In diesem Fall wäre eine Erweiterung um einen oder mehrere absolutistische Herrschaftsmerkmale (z. B. Hofhaltung, Wirtschaftssystem, Gesellschaftsstruktur o.ä.) möglich. Am Ende der Unterrichtseinheit zum Thema Absolutismus wären somit alle wichtigen Elemente in der Concept Map beinhaltet.
Hinweise zur Umsetzung
Für die Umsetzung eignet sich jedes Tool, das eine visuelle Gedankensammlung nach dem Prinzip des Concept Mappings ermöglicht.
Im Vorfeld sollte die Handhabung des digitalen Werkzeugs mit den Lernenden besprochen werden.
Die vorgestellte Methode eignet sich nicht nur für den Geschichtsunterricht, sondern lässt sie sich auf jegliche Art der Bildbeschreibung und -interpretation übertragen.
Bei einer erstmaligen Visualisierung mithilfe einer Concept Map bietet es sich an, den Lernenden eine bereits vorgefertigte Struktur der Map anzubieten. Damit ist ihnen der Einstieg leichter möglich und sie können sich ausschließlich auf die Veranschaulichung von Inhalten konzentrieren.
Bei einer erfahrenen Lerngruppe ist es durchaus denkbar, die Concept Map von Grund auf erstellen zu lassen.
Eine thematische Erweiterung der Concept Map besteht jederzeit, falls diese in den Folgestunden oder als Abrundung einer Unterrichtssequenz gewünscht ist.