Entdeckerseite 10: Wenn Social Media zu viel wird
1 Los geht’s
Felix‘ Bruder Ferdinand hat versprochen Mila und Felix heute mit zum Skaterplatz zu nehmen, aber er schaut immer noch Social-Media-Beiträge auf seinem Smartphone.
Mila und Felix sind genervt. „Leg jetzt endlich dein Smartphone weg!“, sagen sie bestimmt.
Mit großen Augen und ziemlich überrascht schaut Ferdinand die beiden Grundschüler an.
Dann grinst er verlegen und meint: „Ihr habt ja recht. Wir hatten ausgemacht, dass ich euch heute auf der Halfpipe ein paar Tricks mit dem Skateboard zeige. Und ich habe mal wieder die Zeit auf Social Media vergessen. Los! Wenn wir uns etwas beeilen, sind wir nur ein kleines bisschen zu spät. Meine Freunde sind bestimmt schon dort!“
Schnell machen sich Felix, Mila und Ferdinand auf den Weg.
Wenig später treffen Mila, Felix und Felix‘ Bruder am Skaterplatz ein. Die Freunde von Felix Bruder Ferdinand warten schon.
„Na, mal wieder nicht vom Smartphone losgekommen! Das kennen wir ja schon von dir!“, meint einer der großen Jungs. „Pass bloß auf, dass dir Social Media nicht irgendwann zu viel wird! Schon mal etwas von ‘problematischer Social-Media-Nutzung’ gehört?“
Besorgt fragt Felix nach: „Problematische Social-Media-Nutzung? Was ist das denn?“
2 Wann wird Social Media zum Problem?
Felix ist besorgt, dass sein Bruder Ferdinand zu viel Zeit auf Social-Media-Plattformen verbringt.
Er fragt sich: Was ist eigentlich gemeint mit “problematischer Social-Media-Nutzung”?
🤓Was ist PROBLEMATISCHE SOCIAL-MEDIA-NUTZUNG?
Wenn Jugendliche so viel Zeit auf Social Media verbringen, dass es anfängt, ihren Alltag zu belasten und bei ihnen Stress oder Unwohlsein auslöst, dann spricht man von einer ‚problematischen Social-Media-Nutzung‘.
Woran erkennt man, dass Social Media zu viel wird?
Es gibt dafür verschiedene Warnzeichen, von denen aber nicht immer alle gleichzeitig zutreffen müssen. Am wichtigsten ist es darauf zu achten, wie oft und wie stark diese Anzeichen im Alltag auftreten. Hier werden dir die häufigsten Anzeichen kurz erklärt:
Nutzungsdrang zeigt sich zum Beispiel, wenn Jugendliche mehr Zeit auf Social Media verbringen, als ursprünglich geplant war. Es wird oft ganz unbewusst zum Smartphone gegriffen.
Dass die Social-Media-Nutzung problematisch wird, kann sich auch daran zeigen, dass die Person schlechte Laune hat, wenn sie nicht auf Social Media sein kann, zum Beispiel, weil der Akku leer ist oder die Eltern sagen, dass es Zeit für eine Pause ist.
Dass zu viel Zeit auf Social Media verbracht wird, zeigt sich beispielsweise daran, dass schulische Pflichten, wie Hausaufgaben und Lernen, vernachlässigt werden. Das kann zu schlechteren Noten führen. Auch Aufgaben im Haushalt werden weniger zuverlässig erledigt oder sogar vergessen.
Ein weiteres mögliches Anzeichen, dass Social Media zu viel wird, ist, dass weniger Zeit mit der Familie oder mit Freunden verbracht wird. Die Jugendlichen ziehen sich immer mehr zurück. Sie verbringen ihre Freizeit zunehmend allein auf Social Media.
Übermäßige Mediennutzung kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Kopf- und Nackenschmerzen, brennende Augen oder Konzentrationsschwierigkeiten.
Na, hast du alles verstanden? 💭
Tippe im folgenden Quiz an, um welches Anzeichen für eine problematische Nutzung von Social Media es sich handelt. Lies dir dafür die Szenen genau durch!
3 Wie kannst du Social Media bewusst nutzen?
Es ist wichtig, dass es einem mit der Nutzung von Social Media gut geht. Dafür gibt es sogar einen Fachbegriff:
“Digitales Wohlbefinden”
Für einen bewussten und gesunden Umgang mit Social Media haben die beiden Freunde von Felix’ Bruder ein paar technische und praktische Tipps:
TIPP 1: Einstellungen am Smartphone vornehmen
In deinem Smartphone kannst du nachschauen, wie viel Zeit du mit den einzelnen Apps verbringst. (Bild rechts)
Wenn du feststellst, dass du auf einer App besonders viel Zeit verbringst, kannst du die App-Nutzung begrenzen:
Dafür stellt du an deinem Gerät für jeden Tag ein, wie lange du die jeweilige App nutzen willst. Mit dieser Einstellung schaltet sich die App nach der festgelegten Zeit ab.
Damit du von Apps nicht durch gestört wirst (z. B. Benachrichtigungen), kannst du Ruhezeiten für dein Smartphone einstellen. So wirst du nicht abgelenkt und kannst dich besser konzentrieren, wenn du zum Beispiel gerade Hausaufgaben machst oder lernst.
(Beispielbild rechts)
Diese Ruhezeit wird auch als Fokuszeit oder Fokus-Modus bezeichnet.
Du kannst auch eine zusätzliche App auf deinem Gerät nutzen, die dich regelmäßig daran erinnert eine Pause zu machen und dein Smartphone wegzulegen.
In dieser App kannst du einstellen, in welchen Abständen du erinnert werden möchtest, zum Beispiel immer nach 30 Minuten.
TIPP 2: Mediennutzungsvertrag erstellen
Ein Mediennutzungsvertrag schafft klare Rahmenbedingungen, gibt Sicherheit und vermeidet tägliche Diskussionen mit Eltern, zum Beispiel um Bildschirmzeiten.
Die Regeln sprechen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern ab.
In regelmäßigen Abständen wird überlegt, ob die Regeln noch passen, um sie dann gegebenenfalls zu ändern.
So könnte ein Nutzungsvertrag aussehen:
TIPP 3: Absprachen treffen und Routinen schaffen
Ferdinands Freunde habe noch weitere gute Tipps für Absprachen oder Routinen (feste Abläufe).
❗Tippe oder klicke auf die Ausrufezeichen im Bild, um mehr zu erfahren! ❗
🔈Unter der Erklärung dort findest du ein Lautsprecherzeichen. Wenn du darauf tippst, kannst du dir den Text auch anhören.
Na, hast du dir alles gemerkt? 💭
Ferdinands Freunde hatten viele gute Tipps. 💡
In der folgenden Übung kannst du überprüfen, was noch darüber weißt!
Lückentext
4 Nun weißt du Bescheid
Als Mila, Felix und Ferdinand am nächsten Tag wieder am Skaterplatz ankommen, werden sie freudig begrüßt: “Hey, ihr seid ja heute pünktlich. Wie kommt das denn?”
Ferdinand erklärt: “Ich habe gestern noch mit meinen Eltern gesprochen. Sie haben mit zusammen ein paar Einstellungen am Handy gemacht. Und einen Mediennutzungsvertrag haben wir auch erstellt.”
“Außerdem sind unser Handys jetzt immer im Wohnzimmer, wenn wir Hausaufgaben machen”, erklärt Felix. “Und weil wir gleich nach den Hausaufgaben los sind, kam Ferdinand gar nicht dazu auf Social Media zu gehen.”
“Genug gequatscht”, meint Ferdinand, “und unsere Handys packen wir am besten alle in meinen Rucksack.”
“Dann mal los”, freut sich Mila. “Und danke noch für die hilfreichen Tipps. Felix und ich sind durch euch richtig gut vorbereitet, wenn wir dann mal alt genug für Social Media sind.”
Mila und Felix sind froh, dass sie schon jetzt darüber Bescheid wissen, wie sie später verhindern, dass ihnen Social Media zu viel wird.
Welche Informationen und Tipps aus dieser Entdeckerseite erscheinen dir besonders wichtig oder hilfreich, um Social Media später bewusst und gesund zu nutzen?
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