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Kontrastmethode

Zielsetzung

Die Kontrastmethode beschreibt einen reflektierten Ansatz zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Ausgangspunkt ist bewusst eine klassische, eher analoge Unterrichtsstunde mit bekannten Unterrichtsphasen wie Vorwissen aktivieren, Erarbeitung, Sicherung, Üben und Abschluss. Einzelne Phasen dieser Stunde werden anschließend gezielt durch digitale Medien ergänzt oder verändert. Dabei steht nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern die Frage, welchen konkreten Mehrwert digitale Werkzeuge für das Lernen bieten.

Ziel der Kontrastmethode ist es, Lehrkräfte dabei zu unterstützen, den Einsatz digitaler Medien bewusst zu begründen, ihre Wirksamkeit zu reflektieren und Unterricht schrittweise weiterzuentwickeln. Die Kontrastmethode verfolgt dabei keinen Anspruch, analoge Unterrichtsformen zu ersetzen. Vielmehr macht sie Unterschiede sichtbar und ermöglicht einen bewussten Vergleich: Welche Lernprozesse werden durch digitale Medien tatsächlich verbessert? Wo entsteht ein didaktischer Mehrwert? Und an welchen Stellen bleibt ein analoger Zugang sinnvoll?

Einordnung in das gemeinsame Qualitätsverständnis

Die Grundlage der Methode ist die Annahme, dass digitale Medien vor allem dort wirksam werden, wo sie Variation in Lehr- und Lernprozessen ermöglichen. Dabei geht es in einer konkreten Unterrichtssituation um die Frage, welche Schüleraktivitäten wie ausgelöst bzw. organisiert werden sollen. Insbesondere beim Einsatz digitaler Medien wie man eine aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am Lernprozess, vertiefte Beschäftigung mit Unterrichtsinhalten erreicht.  

Eine angemessene Variation der Lehr- und Lernmethoden ermöglicht den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Zugänge zu den Lerninhalten, hält die Konzentration aufrecht und motiviert. Die Methodenvielfalt ist in diesem Sinne weniger als umfangreiche Repertoiresammlung, sondern vielmehr als Werkzeug zur Rhythmisierung des Unterrichtsgeschehens zu verstehen. Insbesondere durch die Vielzahl an digitalen Lernmaterialien und deren unterschiedliche Einsatzszenarien kann der Unterricht durch eine Verschränkung von analogen und digitalen Lernsettings lernförderlich und abwechslungsreich gestaltet werden. Dabei können sowohl lehrerzentrierte Unterrichtsformen als auch solche, die die Selbstorganisation oder Kooperation der Schülerinnen und Schüler fördern, zum Einsatz kommen. Die Variation der Lernaktivitäten durch den Einsatz digitaler Medien, verbunden mit einer häufig höheren Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern, kann so zu einer Steigerung der Motivation führen. Gleichzeitig helfen geeignete Unterstützungsangebote, Über- und Unterforderung zu vermeiden, wodurch ein dauerhaftes Interesse und ein erhöhtes Durchhaltevermögen gewährleistet werden können.

  1. Angemessene Variation der Lehr- und Lernmethode

    Digitale Medien erweitern die Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit den Unterrichtsinhalten, wodurch Methoden, Sozialformen und Aufgabenstellungen flexibel an die Voraussetzungen der Lernenden und die Anforderungen des Lerngegenstandes angepasst werden können. Sie unterstützen dabei sowohl lehrerzentrierte Unterrichtsformen als auch Methoden, die z. B. die Selbstorganisation oder Kooperation der Schülerinnen und Schüler fördern.

  2. Verschränkung analoger und digitaler Lernsettings

    Analoge und digitale Lehr- und Lernsettings greifen bei der Unterrichtsplanung gelingend ineinander, um bestmögliche Lernergebnisse zu erzielen.

Ausgewähltes Beispiel

Materialien:

  • Präsentationen zu den einzelnen Schwerpunkten

  • Vorlage Begründung

  • Impulse zur Beschreibung einer Unterrichtsstunde

Exemplarischer Einsatz der Methode

  1. (Vorstellung des K+5-Modells und Schwerpunktsetzung (ggf. u.a.) auf 3 Methodenvielfalt)

  2. Einstieg mit einem Impuls, der eine Stunde darstellt, die sehr wenige verschiedene Methoden enthält („Kopfstand- oder Kontrastmethode“).*

  3. Vorstellung einer digital gestützten Unterrichtsstunde im eigenen Fach, die verschiedene Methoden sinnvoll eingeplant hat.*

  4. Reflexion des Einsatzes digitaler Medien in der konkreten Unterrichtseinheit anhand des K+5-Modells.

  5. Vorstellung der allgemeinen Theorie und Einordnung der Stundeninhalte, die eine sinnvolle „Methodenvielfalt“ begründet.**

  6. Weiterarbeit in Kleingruppen***: Weitere Stundenentwürfe bzw. Stundenbausteine für das eigene Fach (im Optimalfall für kommende Stunden) mit sinnvoll eingeplanten Methoden suchen, entwerfen, sammeln und ggf. gegenseitig vorstellen bzw. austauschen.

 

* Die Beispiele orientieren sich an dem ausgearbeiteten Beispiel (Mathematik) im mebis Magazin und sollen von der Referentin bzw. dem Referenten auf das entsprechende Fach übertragen werden.

** Hierzu gibt es anpassbare Präsentationsvorlagen

*** Hier bietet sich eine Gruppeneinteilung nach Jahrgangsstufenteams an, damit konkret mit Inhalten gearbeitet werden kann.

Tipp: Für die Erstellung von Unterrichtsabläufen kann ausgezeichnet die KI bzw. Werkzeuge für die Unterrichtsplanung verwendet werden

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