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Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Lesezeit 5 Min.
28. April 2023
AK Medienerziehung/DSdZ

Kinder und Jugendliche setzen sich intensiv mit den Folgen des Klimawandels und dem übermäßigen Ressourcenverbrauch auseinander. Sie sorgen sich um ihre Zukunft und fordern selbst auch aktiv gesellschaftliche Veränderungen ein, wie die Bewegungen und Aktionen rund um „Fridays for future“ zeigen.

Die Digitalisierung ist im Hinblick auf Nachhaltigkeit ambivalent zu sehen. Zum einen werden bei der Herstellung und Nutzung von digitalen Geräten wertvolle Ressourcen verbraucht. Zum anderen können digitale Medien dabei unterstützen, den Verbrauch zu reduzieren und bieten die Möglichkeit, sich mit Hilfe sozialer Netzwerke aktiv und reichweitenstark für ein nachhaltiges Leben einzusetzen. Schülerinnen und Schüler sollten deshalb die Zusammenhänge zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit kennen, um ihr eigenes Handeln abschätzen und eigene Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Hier finden Sie Material, um Ihre Schülerinnen und Schüler für den Ressourcenverbrauch bei der Herstellung und Nutzung von digitalen Geräten zu sensibilisieren, aber auch die Potenziale der Digitalisierung zur Einsparung von Ressourcen aufzuzeigen.

Die Herstellungsprozesse digitaler Geräte hinterfragen

Smartphones und Tablets bestehen aus einer Vielzahl von Metallen und Seltenen Erden. Der Abbau dieser Rohstoffe hat einen hohen Einfluss auf Umwelt und Menschen in den jeweiligen Weltregionen. Neben der Zerstörung von Ökosystemen werden auch Menschen, z. B. durch Kinderarbeit, ausgebeutet. Die Herstellung der Geräte selbst findet vorwiegend in Entwicklungsländern statt, da hier Umwelt- und Arbeitsschutzmaßnahmen weniger stark eingefordert werden.
Im schulischen Kontext geht es nicht darum, digitale Geräte zu verteufeln. Kinder- und Jugendliche sollen durch Information und Sachkenntnis zu einem bewussten Verbraucherverhalten befähigt werden.
Das Wissen um Ressourcenverbrauch und Herstellungsbedingungen kann auch die Einstellung gegenüber digitalen Geräten verändern. Es handelt sich nicht um einen Wegwerfartikel, der immer wieder durch das neuste Modell ausgetauscht werden muss. Alleine die Verlängerung des Nutzungszyklus sowie eine fachgerechte Entsorgung für den Recyclingprozess kann einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.

  • Ein Handy mit gutem Gewissen

    Mit dieser 45-minütigen Unterrichtseinheit des BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung Sachsen) können Sie das Thema Verletzung von Menschen- und Umweltrechten bei der Produktion von Mobiltelefonen aufgreifen und Ihre Schülerinnen und Schüler für einen ethisch und moralisch reflektierten Konsum von digitalen Endgeräten sensibilisieren.

    Zielgruppe: ab 9. Jahrgangsstufe

    Art des Materials: Unterrichtsmaterial

    Medienteilkompetenzen: 5.3, 5.4

  • Folgen der Globalisierung am Beispiel Handy

    Diese umfangreiche Handreichung der Initiative GERMANWATCH bietet Ihnen Unterrichtsmodule für unterschiedliche zeitliche Kapazitäten. Während das Kurzmodul 90 Minuten umfasst, werden für das Intensivmodul vier Doppelstunden veranschlagt.
    Die Handreichung liefert vielfältige Arbeitsmaterialien und Übungen, um die Lieferketten und Lebenszyklen von der Entstehung bis zur Entsorgung der Geräte nachzuvollziehen.

    Zielgruppe: 5.-9. Jahrgangsstufe

    Art des Materials: Unterrichtsmaterial

    Medienteilkompetenzen: 5.3, 5.4

Den Energieverbrauch bei der Nutzung von digitalen Geräten erkennen

Die Nutzung digitaler Geräte verbraucht Energie. Das lässt sich am deutlichsten beim Laden des Akkus erkennen. Weniger offensichtlich ist jedoch der Energieverbrauch, der durch die Nutzung von Onlinediensten entsteht. Datenzentren, über die Apps, Clouds oder Webanwendungen betrieben werden, erfordern einen enormen Material- und Stromaufwand.
Eine Welt ohne Internet ist heute nicht mehr denkbar. Durch die permanente Verfügbarkeit nehmen wir viele Dienste als selbstverständlich war und konsumieren in der Regel unbewusst und unreflektiert. Eine bewusstere Auswahl von Inhalten und Diensten kann zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes und mehr Nachhaltigkeit beitragen, aber auch unser eigenes psychisches Wohlbefinden steigern.

  • Digitalisierung und Klima. Umweltbewusstsein in der digitalen Welt, Übung 7: Ressourcenverbrauch durch die Nutzung von Geräten

    Die Handreichung von saferinternet.at liefert Ihnen mit Thema 7 (S. 18) einen kurzen Überblick zum Energieverbrauch bei der Nutzung digitaler Geräte sowie grundlegende Informationen, welche Verhaltensänderungen einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Nutzung leisten können.
    Aufgabe 7 (S. 19) bietet einen kompakten Unterrichtsvorschlag für eine Doppelstunde. Im Vorfeld der Unterrichtseinheit führen die Schülerinnen und Schüler über mehrere Wochen ein (analoges oder digitales) Medientagebuch. Anschließend erfolgt eine erste quantitative Auswertung gefolgt von einer Internetrecherche zu den Auswirkungen der Mediennutzung auf den Klimawandel. Abschließend werden aus den Ergebnissen allgemeingültige und individuelle Handlungsempfehlungen abgeleitet, die zu einer nachhaltigeren Mediennutzung beitragen können.

    Zielgruppe: 7.-9. Jahrgangsstufe

    Art des Materials: Unterrichtsmaterial

    Medienteilkompetenzen: 5.3, 5.4

  • Bist du auch ein Daten-Messie?

    Dieses Online-Angebot von FUTURE LEAF liefert schülernahe Hintergrundinformationen zum CO2-Ausstoß durch Internetnutzung und Datenspeicherung. Eine Augmented Reality-Story macht den täglich produzierten „Datenmüll“ für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar.
    Der zusätzliche Infotext gibt Tipps, wie unnötige Daten und Speicherkapazitäten reduziert werden können.

    Zielgruppe: ab 7. Jahrgangsstufe

    Art des Materials: Informationstext, interaktives Element

    Medienteilkompetenzen: 5.3, 5.4

Den Ressourcenverbrauch durch digitale Medien reduzieren

Digitale Geräte und Onlinedienste verbrauchen viele Ressourcen. Sie können aber auch dazu beitragen, den eigenen Ressourcenverbrauch zu verringern. Viele Apps oder Netzwerke zielen mit ihren Angeboten darauf ab, dass Produkte getauscht, weitergegeben oder repariert werden. Dadurch verlängert sich der Lebenszyklus der Produkte. Darüber hinaus gibt es diverse Werkzeuge und Möglichkeiten, den eigenen digitalen Fußabdruck durch digitale Anwendungen zu reduzieren.
Kinder und Jugendliche sollen sich auch im Unterricht mit digitalen Angeboten zur Nachhaltigkeit auseinandersetzen und dazu befähigt werden, deren Nutzen kritisch zu hinterfragen.

  • Digitalisierung und Nachhaltigkeit – Datenmenge

    Mit dieser Unterrichtseinheit von Greenpeace können Sie die Auswirkungen der Nutzung digitaler Geräte und Anwendungen auf den CO2-Ausstoß thematisieren. Im weiteren Unterrichtsverlauf reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Nutzungsverhalten und sammeln Möglichkeiten zur Reduzierung von Daten und Vermeidung von schädlichen Umweltauswirkungen.

    Zielgruppe: 5.-9. Jahrgangsstufe

    Art des Materials: Unterrichtsmaterial

    Medienteilkompetenzen: 5.3, 5.4

Nachhaltige Nutzung digitaler Medien: aktiv, kreativ, produktiv

Digitale und soziale Medien bieten einfache und niedrigschwellige Möglichkeiten, das Thema Nachhaltigkeit produktiv und kreativ aufzugreifen und damit eine große Reichweite zu erzielen. Kindern und Jugendlichen werden damit Instrumente an die Hand gegeben, sich selbst aktiv für einen nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen einzusetzen.
Gerade der große Zulauf der Aktionen rund um „Fridays for Future“ hat gezeigt, dass den Lernenden die negativen Auswirkungen des Klimawandels bewusst sind und sie aktiv einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten möchten.
In den übergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen ist die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (Umweltbildung, Globales Lernen) für alle Schularten auch im LehrplanPLUS verankert.

  • Digital Breakout – Wer rettet das Internet?

    Das Escape Game ist ein Angebot von „Das Globale Klassenzimmer” im Eine Welt Forum Aachen e. V. und kann alleine oder in einem 6er-Team gespielt werden.
    In diesem Spiel droht ein Hacker, das Internet lahmzulegen. Die Spielenden müssen einen Weg finden, Digitalisierung nachhaltig und gerecht zu gestalten, um das Spiel zu gewinnen.
    Die Schülerinnen und Schüler müssen Codes und Rätsel zu den Themen Rohstoffverbrauch, Umweltprobleme und Arbeitsbedingungen knacken bzw. lösen.

    Zielgruppe: ab 7. Jahrgangsstufe

    Art des Materials: Online-Spiel

    Medienteilkompetenzen: 5.3, 5.4

  • Digitalisierung und Klima. Umweltbewusstsein in der digitalen Welt, Übung 9: Handlungen in Haushalt und Schule hinterfragen

    Die Handreichung von saferinternet.at bietet Ihnen mit Thema 9 (S. 22) einen knappen Überblick zu Handlungsmöglichkeiten in Haushalt und Schule, die einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen fördern.
    Übung 9 (S. 23) liefert einen kompakten Unterrichtsvorschlag für eine Doppelstunde. Zunächst dokumentieren die Schülerinnen und Schüler den Ist-Stand (zuhause oder in der Schule). Anschließend werden konkrete Maßnahmen abgeleitet.

    Zielgruppe: 7.-9. Jahrgangsstufe

    Art des Materials: Unterrichtsmaterial

    Medienteilkompetenzen: 5.3, 5.4

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